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Eltern-Stress

Perfektionismus in der Elternrolle ablegen

Warum der Anspruch, alles richtig zu machen, paradoxerweise zu schlechteren Ergebnissen führt und wie ‚gut genug' befreiend wirkt.

5 Min Lesezeit
Alle Eltern

Der Begriff 'good enough parent' stammt vom britischen Kinderarzt und Psychoanalytiker Donald Winnicott. Er erkannte bereits in den 1950er Jahren: Kinder brauchen keine perfekten Eltern – sie brauchen ausreichend gute Eltern, die präsent, verlässlich und menschlich sind.

Woran sich Perfektionismus im Alltag zeigt

Perfektionismus in der Elternrolle zeigt sich auf vielen Ebenen: das perfekte Geburtstagsparty-Buffet, der optimal strukturierte Tagesablauf, das Bio-Mittagessen von Grund auf gekocht, die pädagogisch wertvollen Aktivitäten am Wochenende. Der Druck, alles 'richtig' zu machen, ist enorm, und er kommt oft nicht von außen, sondern von innen.

Was Perfektionismus kostet

Perfektionismus in der Elternrolle wird mit einem höheren Risiko für Erschöpfung und psychische Belastung in Verbindung gebracht. Gleichzeitig überträgt er sich oft auf die Kinder: Sie lernen, dass Fehler nicht erlaubt sind, und entwickeln selbst perfektionistische Tendenzen.

Hohe Standards oder Perfektionismus?

Der Ausweg: Unterscheiden Sie zwischen 'hohen Standards' (gesund) und 'Perfektionismus' (ungesund). Hohe Standards erlauben Fehler und Flexibilität. Perfektionismus nicht. Fragen Sie sich: 'Wird mein Kind sich in 10 Jahren daran erinnern, ob der Kuchen selbstgebacken war?'

Kernpunkte

  • 1Perfektionismus in der Elternrolle zeigt sich auf vielen Ebenen: das perfekte Geburtstagsparty-Buffet, der optimal strukturierte…
  • 2Perfektionismus in der Elternrolle wird mit einem höheren Risiko für Erschöpfung und psychische Belastung in Verbindung gebracht.
  • 3Der Ausweg: Unterscheiden Sie zwischen 'hohen Standards' (gesund) und 'Perfektionismus' (ungesund).
  • 4Praktische Übung: Wählen Sie bewusst einen Bereich pro Woche, in dem Sie 'gut genug' statt perfekt sein dürfen.

Praktischer Tipp

Praktische Übung: Wählen Sie bewusst einen Bereich pro Woche, in dem Sie 'gut genug' statt perfekt sein dürfen. Beobachten Sie, was passiert. Meist: nichts Schlimmes, aber Sie haben mehr Energie für das, was wirklich zählt: Verbindung, Präsenz und Liebe.

Wissenschaftliche Quellen

  • Winnicott, D. W. (1953). Transitional Objects and Transitional Phenomena.
  • Curran, T. & Hill, A. P. (2019). Perfectionism Is Increasing Over Time. Psychological Bulletin.

Janik NotheisSportpsychologe (M.Sc.)

Sportpsychologe (M.Sc.) mit Erfahrung in der Betreuung von Leistungssportlern. Gründer von Parent Heart, weil Eltern dieselbe mentale Begleitung verdienen wie Spitzensportler.

Fachlich geprüft von:
Janik Notheis, M.Sc. Sportpsychologie
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